St. Moritz, 01. September 2012 – Bis zum Schluss kein Wettkampfglück für die beiden Schweizer Segler: Weder der frischgebackene Schweizer Meister Jérôme Clerc noch Eric Monnin, die langjährige Nummer 1 der Schweizer Match Racer, schafften den Einzug in die St. Moritzer Viertelfinals. Jérôme Clerc zog für sich und sein Team vom Genfer Centre d’Entrainement à la Régate CER zogen trotzdem eine relativ positive Bilanz. «Wir haben vier Matches gewonnen und uns gegenüber dem Vorjahr klar gesteigert. In den meisten Matches waren wir relativ nah an unseren Gegnern dran – das war früher überhaupt nicht der Fall. Aber wenn es eng wird, fehlt uns einfach die Erfahrung. Die meisten anderen Teams segeln ja das ganze Jahr über Match Races, beim CER steht diese Disziplin dagegen nicht im Vordergrund.» Gross war die Enttäuschung bei Eric Monnin. «Wir sind wirklich nicht gut gesegelt und haben viele Fehler gemacht», bilanzierte der Immenseer. «Dass es dann trotzdem so knapp war und wir mit einem Sieg mehr die Qualifikation für die Viertelfinals geschafft hätten, ärgert uns umso mehr.»
In den Viertelfinals kam es zu erstaunlich klaren Resultaten – alle drei Paarungen endeten mit 2 zu 0. Dabei setzten sich der junge Australier Keith Swinton gegen Johnie Berntsson (SWE), der Franzose Pierre-Antoine Morvan gegen Peter Gilmour (AUS) und Mathieu Richard (FRA) gegen Björn Hansen (SWE) durch.
Einer kleinen Sensation kam das frühzeitige Ausscheiden von Ian Williams gleich. Der St. Moritz-Sieger von 2007 und ehemalige America’s Cup Skipper aus Grossbritannien verlor in der Round Robin das entscheidende Match gegen Björn Hansen. Der Schwede – aktueller Leader der World Match Race Tour – konnte damit dem amtierenden Weltmeister Williams eine bittere und für den weiteren Verlauf der Saison vielleicht entscheidende Niederlage zufügen.
In den Halbfinals kommt es zu einem französischen Duell (Richard gegen Morvan) und zu einem «Down-Under»-Aufeinandertreffen zwischen Laurie Jury und Swinton.
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Olympischer Besuch beim St. Moritz Match Race
Keine Freude am frühen Ausscheiden der beiden Schweizer Boote hatte auch Gian Gilli, Sport Direktor von Swiss Olympic. «Die Konkurrenz ist auf diesem hohen Niveau knallhart, so trennt sich halt auch bei diesen speziellen Windverhältnissen die Spreu vom Weizen», konstatierte der Engadiner trocken, nachdem er einige Matches verfolgt hatte. «Für die Schweizer Skippers und ihre Crews ist es aber eine grossartige Chance, im eigenen Land gegen die Weltbesten antreten zu können.»
Gilli, der auch die Olympiakandidatur Graubünden 2022 leitet, stellte im anschliessenden Gespräch mit Matchrace OK-Präsidentin Beryl Pieper einige Gemeinsamkeiten fest. «Das St. Moritz Match Race zeigt, dass man Top-Sportanlässe in verschiedensten Landschaften durchführen kann. Es kommt darauf an, wie man sie an die Umgebung anpasst. Das gilt ganz besonders, wenn man in die sensible Natur der Alpen geht», konstatierte Gilli. Beryl Pieper schmunzelte: «Als mein Vater vor zehn Jahren die Mannschaften des America’s Cup ins Engadin holen wollte, hielten ihn wohl einige für ziemlich verrückt. Hätte er nicht den Mut und die Hartnäckigkeit gehabt, das scheinbar Unmögliche zu versuchen, gäbe es diesen Anlass heute nicht. Ich finde, man sollte die Kandidatur Graubünden 2022 genau prüfen und ihr eine faire Chance geben.»
St. Moritz Match Race 2012 : Schlussklassement der Round Robin:
Laurie Jury (NZ) Kiwi Match, 8 Punkte
Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing Team, 7 Punkte
Peter Gilmour (AUS) YANMAR Racing, 7 Punkte
Pierre-Antoine Morvan (FRA) Vannes Agglo Sailing Team Punkte
Mathieu Richard (FRA) Loire Atlantique Sailing Team, 6,5 Punkte
Keith Swinton (AUS) Black Swan Racing 6 Punkte
Bjorn Hansen (SWE) Mekonomen Sailing Team 4,5 Punkte
Ian Williams (GBR) GAC Pindar 4,5 Punkte
Jérôme Clerc (SUI) Team CER 4 Punkte
Eric Monnin (SUI) Okalys Corum 4 Punkte
Phil Robertson (NZ) WAKA Racing 3 Punkte
Josh Junior (NZL) Wellington Spirit 3 Punkte
Viertelfinals:
Keith Swinton – Johnnie Berntsson 2-0
Pierre-Antoine Morvan – Peter Gilmour 2-0
Björn Hansen – Mathieu Richard 0-2
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