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122. Travemünder Woche 2011 - 22.-31.Juli 2011
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Tagesberichte siehe Menu unten
Pressemitteilung zur 122. Travemünder Woche vom 22. bis zum 31. Juli
19. Juli 2011
Von Titelkämpfen und feinem Festival
Zwölf internationale Titelkämpfe in spektakulären Bootsklassen, Segeln
hautnah vor dem Publikum und ein feiner Festivalschmaus für alle Sinne – das
sind die Zugpferde der 122. Travemünder Woche. Die schönste Regatta der Welt
wird ab Freitag, dem 22. Juli, mehr als 1.500 Aktive aus 24 Nationen auf
rund 770 Booten und eine Million Besucher aus vieler Herren Länder für zehn
Tage an die Travemündung locken. Sportliche Höhepunkte sind allein vier
Welt- und fünf Europameisterschaften. Gefeiert wird von der Bertlingstraße
bis zur Trelleborgallee mit Livemusik von Fools Garden („…just another lemon
tree“) bis Gunter Gabriel, Leckereien von FeinHeimisch bis Indisch sowie
zwei atemberaubenden Höhenfeuerwerken und einer bengalischen Classic Night.
Kinder toben kostenlos im CITTI-Park und last but not least ziehen
nachmittags wieder die Kurzrennen auf der Segelarena Trave das Publikum in
ihren Bann.
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Segelzentrum in Travemünde
MK/Travemünder Woche

KZV auf der Pötenitzer Wiek
MK/Travemünder Woche
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„Die Lübecker Bucht ist fast schon unser Heimatrevier“, strahlten Nahid und
Roland Gäbler, die aus dem dänischen Tinglev nach Travemünde kommen, um
internationale deutsche Meister der Tornados zu werden. Der deutsche
Steuermann und seine skandinavische Ehefrau sorgten im Vorjahr bei der TW
für die Sensation, indem sie als erste Mixed-Crew überhaupt Weltmeister der
pfeilschnellen Katamarane wurden. „Aber Titelverteidiger sind wir nicht, bei
der IDM waren wir nur Fünfte“, korrigiert die Vorschoterin, die sich dennoch
der Favoritenrolle bewusst ist.
Schließlich wollen Roland und Nahid Gäbler 2016 sogar gemeinsam bei den
Olympischen Spielen in Brasilien starten, wenn, ja wenn der Tornado für
gemischte Mannschaften den Olympia-Status erhält. „Es gibt gar kein besseres
Boot dafür“, sagt der Präsident der internationalen Klassenvereinigung
selbstbewusst. Und genau das wollen sie auch auf der Travemünder Woche
wieder zeigen, wenn es zu den Traverennen direkt vor den Augen der Zuschauer
an den Start geht.
Keine direkte Konkurrenz dafür, wohl aber mindestens so spektakulär sind die
in der Segelszene schlicht als Motten bekannten „Segelgeräte“. Sie versetzen
den geneigten Zaungast immer wieder in blankes Erstaunen. Denn die Akrobaten
der Moth-Klasse hebt es durch eine Art Flügel unterm Boot schon bei leichten
Winden in die Höhe; sie scheinen geradezu übers Wasser zu schweben. Bei
frischer Brise neigt das filigrane Sportgerät durchaus zu ungewollten
Stunts. Ein Hingucker allemal, und deshalb machen die Cracks auch am
Sonnabend (23. Juli) ab ca. 17 Uhr den Auftakt bei den Traverennen. Ihre EM
beginnt am Montag auf Bahn Hotel vor dem Priwallufer, wenn auch die
Folkeboote, Int. Canoe-Skiffs und Laser 2 mit ihrer WM starten.
Nach der feierlichen TW-Eröffnung auf der Kogge „Lisa von Lübeck“ an der
Überseebrücke I am Freitagabend um 18 Uhr durch Lübecks Bürgermeister Bernd
Saxe, Schleswig-Holsteins Finanzminister Rainer Wiegard und den neuen
Vorsitzenden des Hauptveranstalters Lübecker Yacht-Club (LYC), Dierk Faust,
fällt der erste Startschuss am Folgetag schon um 10 Uhr. Dann gehen die
Dickschiffe auf ihre Mittelstreckenwettfahrt ins benachbarte Grömitz. Die
Jollen und Kielboote folgen ab 13 Uhr. Insgesamt werden zehn Regattabahnen
in der Lübecker Bucht ausgelegt. Den Abschluss am letzten Sonntag bilden
wiederum die Yachten mit Kurzrennen auf der Seebahn und das Medaillenrennen
der ersten Junioren-Weltmeisterschaft der olympischen 49er überhaupt, wo die
deutschen Olympiaaspiranten Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann allerdings
zuschauen müssen. Die beiden sind inzwischen „Ü23“ und starten vor dem
Finale in der altersoffenen Wertung bei der TW.
Aufregend wird die Eröffnung auch für den 15-jährigen Pascal Hattich. Das
hoffnungsvolle Nachwuchstalent vom Lübecker Yacht-Club wird zusammen mit
Heino Haase, dem Lübecker Flottenchef der Folkeboote den sportlichen Eid
sprechen. In der Woche muss er sich dann gegen 91 männliche Gegner (75
Mädchen starten parallel) der Jugendeuropameisterschaft in der Europe-Jolle
beweisen, das quantitativ größte Teilnehmerfeld. „Ich möchte ein Drittel
hinter mir lassen, das wäre im zweiten Jahr nach dem Umstieg schon ein
großer Erfolg“, gibt sich Hattich noch bescheiden.
Und auch im Landprogramm geht es hoch her. Stammgäste der Travemünder Woche
werden das positiv veränderte „Stadtbild“ von Lübecks Perle an der Ostsee
sofort bemerken, denn das verkommene Spaßbad AquaTop an der Schokoladenseite
wurde nach jahrelangen Diskussionen endlich abgerissen. Auf der frei
gewordenen Fläche wird ein neuer kulinarischer Hochgenuss der TW
präsentiert. Er heißt FeinHeimisch und spiegelt regionale Küche nach dem
Motto „Schleswig-Holstein is(s)t lecker!“ wider. Acht Gastronomen haben ihre
Beteiligung angemeldet. Dazu gibt es in dem Bereich eine eigene kleine
Livemusik-Bühne. Liebhaber der scharfen Zunge kommen beim „Shikara“ an der
Strandpromenade auf ihren Geschmack, Meeresfrüchte von „Gosch“ gibt es an
der Travepromenade. Ob Bratwurst oder „Lübzer“-Pils, Flammkuchen,
Fliederbeerbrause oder frische Fritten, für das Wohlbefinden wird gesorgt.
Ein breites Spektrum deckt das Musikangebot auf mehreren, auch kleinteiligen
Bühnen sowie in den drei Strandclubs „Tanzen am Meer“, „Havana Club Beach
Club“ und „Sailor’s Beachclub“ ab. Country-Legende Gunter Gabriel singt am
Sonntag (24. Juli) ab 18.30 Uhr auf der Festivalbühne im Brügmanngarten, wo
auch Fools Garden am Montag (21 Uhr) ihre Ohrwürmer spielt. Schlagerstar G.
G. Anderson hat dort Dienstag um 18 Uhr einen Kurzauftritt. Weitergeschwoft
wird bei der Schlagerparty neben der Lotsenstation. Und wer es klassisch
mag, sollte sich die atemberaubende Pyroperformance zu Beethovens 5.,
Wagner, Strauss und Tschaikowskys Schwanensee am späten Dienstagabend rund
um den Piratenspielplatz neben der Nordermole nicht entgehen lassen.
„Die gelungene Verknüpfung von hochklassigem Regattasport und vielfältigem
Festivalprogramm in unmittelbarer Nähe machen den unverwechselbaren
Charakter der Travemünder Woche aus“, sagt Dierk Faust stellvertretend für
die Organisatoren mit rund 300 vorwiegend ehrenamtliche Helferinnen und
Helfer des Großevents, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und
beliebt ist. Es schließt am zweiten Sonntag (31. Juli) gegen 23 Uhr nach
einem Höhenfeuerwerk von der Norder- und der Südermole aus auf Disney-Musik
aus „Fluch der Karibik“.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
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