

|
Kieler Woche 2015
Kiel, 20.-28.Juni 2015
www.kielerwoche.de- Übersicht
23.06.2015
Ulli Libor back in Kiel
Nach vier Jahren Pause ist Ullrich Libor (NRV Hamburg) wieder zurück in Kiel. Der Olympiadritte von 1972 vor Kiel im Flying Dutchman und langjährige Drachensegler ist im Vorjahr in den 2.4mR gewechselt und segelt mit Begeisterung die Klasse, die als paralympische Disziplin bekannt geworden ist, aber weltweit – und auch zur Kieler Woche – als offene Klasse gesegelt wird.
„Ein fantastisches Boot“, schwärmt Libor über den 2.4. „Im vergangenen Jahr haben wir den Drachen verkauft. Mein Sohn ist in die USA gegangen, und damit konnte die Crew so nicht mehr zusammen segeln. Und dann hatte ich das Angebot, den 2.4 auszuprobieren. Es ist höchst anspruchsvoll. Hier muss ich all das allein machen, was wir auf dem Drachen sonst zu dritt gemacht haben.“ Daher ist es auch für einen Segelfuchs wie Libor schwer, direkt durchzustarten und an die Spitze zu fahren. „Es ist eine große Herausforderung, mit Spaß, aber auch mit Frust verbunden. An der Luvtonne war ich auch schon gut dabei, habe dann aber zu viele Fehler gemacht.“
Mit 75 Jahren hat Libor Spaß daran, mit den jüngeren Generationen wie den deutschen Paralympics-Aspiranten Heiko Kröger (49 Jahre) und Lasse Klötzing (23) zu trainieren. „Es ist Wahnsinn, welche Leistungen die paralympischen Segler bringen“, so Libor. Er selbst hat die Teilnahmen an der WM in Finnland und der deutschen Meisterschaft in Plau für dieses Jahr im Programm.
Vor Kiel zu segeln, ist für Libor immer wieder ein Vergnügen und daher auch die beste Entscheidung, die Landeshauptstadt in der Olympiabewerbung an Hamburgs Seite zu stellen: „Wenn man über eine deutsche Olympiabewerbung nachdenkt, dann geht es eigentlich nur mir Kiel. Deshalb kann es darüber auch keine Diskussion geben.“ Seine eigene Erinnerung an Olympia – neben Bronze in Kiel, gewann er auch Silber in Mexiko – ist inzwischen verblasst. „Das war damals. Ich bin inzwischen so viele andere Klassen gesegelt, war beim Admiral’s Cup dabei. Und zwischendurch habe ich beruflich bedingt auch 14 Jahre Segelpause gemacht, war da nicht in Kiel.“
Jetzt ist er wieder da, im 2.4 und immer noch mit einer guten Portion Ehrgeiz: „Mein Ziel bleibt, es in das erste Drittel zu schaffen.“
Dazu hat Libor bis morgen Zeit. Für den heutigen Tag sind alle Starts verschoben und die Innenbahnen wieder an Land zurückgerufen worden. „Wir erwarten am späten Nachmittag wieder gute Bedingungen“, so der stellvertretende Organisationsleiter Jobst Richter. Notfalls wird erst gegen 18 Uhr gestartet. Das wäre für die German Open der J/70 , die J/80, Melges24 und Albin Express allerdings zu spät. Sie beenden heute den Kiel-Cup. Die letzte Startmöglichkeit ist 16 Uhr.
Ullrich Libor gewann 1972 vor Kiel die Olympische Bronze-Medaille, jetzt segelt der 75-Jährige 2.4mR. Foto: Kieler Woche / www.segel-bilder.de
Bildarchiv der Kieler Woche:
Die Bilder dürfen ausschließlich im redaktionellen Umfeld und im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Kiel oder die Kieler Woche honorarfrei verwendet werden. Eine Verwendung der Bilder im direkten Zusammenhang mit Werbung ist nicht gestattet. Zur privaten Nutzung dürfen die Bilder ebenfalls honorarfrei verwendet werden.
Hochauflösdende Pressebilder zur Kieler Woche finden Sie unter media.kieler-woche.de
Eine Anmeldung ist nicht nötig, einfach o.k. drücken.
Hermann Hell
|
|
|