23.07.2009
www.Hippopotamus.de - www.ans-ende-der-welt.de
Kapstadt und Kap statt Kanal
Buchautor Sönke Roever und Frau Judith ändern die Reiseroute ihrer
Weltumsegelung aufgrund der Piraterie vor Somalia und im Golf von Aden. Die
neue Route führt um das Kap der Guten Hoffnung und über Kapstadt statt durch
den Suezkanal zurück nach Europa. Mehr als eine Million Leser verfolgen
online ihre Abenteuer.
Seit über zwei Jahren ist Buchautor Sönke Roever (34)/(Auszeit unter Segeln
– Delius Klasing Verlag) zusammen mit seiner Frau Judith (32) unterwegs. Auf
ihrem Segelschiff „Hippopotamus“, einer Gib’Sea 106 – mit nur 10 m² Wohnraum
– segeln die beiden über 30.000 Seemeilen und drei Ozeane um die Welt.
Ursprünglich sollte die Rückreise der beiden Aussteiger auf Zeit über Asien,
Indien und durch den Golf von Aden, das Rote Meer, den Suezkanal sowie das
Mittelmeer erfolgen. Doch nun werden sie auf dem längeren Weg rund um Afrika
nach Hause reisen.
„Aufgrund der aktuellen Piratensituation vor der Küste Somalias und im Golf
von Aden haben wir unsere Rückreiseroute geändert. Diese Entscheidung ist
uns nicht leicht gefallen. Schließlich müssen wir damit auf so attraktive
Ziele wie Malaysia, Thailand, Indien oder auch den gesamten arabischen Raum
verzichten. Gerade auf diese neuen Kulturen hatten wir uns sehr gefreut“,
bedauert Sönke Roever die Entscheidung. Erschwerend hinzu kommt, dass der
Weg um Südafrika herum rund 4000 Seemeilen länger als der Weg durch den
Suezkanal und das Mittelmeer ist. „Außerdem ist die Route wettertechnisch
alles andere als einfach – vor allem mit einem „nur“ zehn Meter langen
Schiff. Aber wir nehmen lieber das Risiko „Wetter“ als das Risiko
„Piraterie“ in Kauf. Es erscheint uns kalkulierbarer“, ergänzt Judith Roever
die Beweggründe der beiden Hamburger. Damit tragen die Roevers der aktuellen
Entwicklung im Golf von Aden und vor der Küste von Somalia Rechnung. Im
letzten Jahr gab es dort mehrfach Übergriffe auf Yachten, die in einem Fall
leider sogar tödlich endeten.
Allerdings erwarten die beiden Segler auch auf dem neuen Abschnitt
interessante Ziele, wie beispielsweise das Naturparadies Chagos-Archipelago,
die wunderschöne Küstenwelt Madagaskars, Kapstadt, der Tafelberg und das Kap
der Guten Hoffnung in Südafrika, die Tiere Namibias oder die Tauchreviere
der Kapverdischen Inseln. Die Ankunft in Hamburg ist unabhängig von der
Routenänderung weiterhin für den Spätsommer 2010 geplant.
Seit der Abfahrt in Hamburg im Mai 2007 haben mehr als eine Million Leser
das Online-Logbuch im Internet verfolgt und es sind mehr als 2500 Emails mit
guten Wünschen und Fragen an Bord eingegangen. „In den letzten Wochen haben
sich Fragen zur Routenplanung gemehrt. Denn längst machen wir den Törn nicht
mehr nur für uns. Diese vielen Menschen sind ein Teil unserer Abenteuer
geworden“, freut sich Judith Roever. Selbstverständlich werden die Roevers
bis zur Ankunft in Hamburg in der gewohnt bildreichen Form berichten und so
Segler wie Nichtsegler an ihren Erlebnissen an Land und auf dem Wasser
teilhaben lassen. Reinklicken lohnt sich!
Link zur Internetseite der beiden Abenteurer: www.Hippopotamus.de
ENDE
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