Nordseewoche Budweiser Cup 08.06.2017

Herausforderung Nordsee:

Vier Schiffe beim Budweiser Cup Helgoland Edinburgh bereits im Ziel
Die windreiche Wochenmitte hat auch auf der Nordsee beim Budweiser Cup von Helgoland nach Edinburg ihre Spuren hinterlassen. Die Liste der, mit nur 14 Teilnehmern wegen des angesagten schweren Wetters ohnehin bereits kurzen, Startliste hat sich im Laufe der ersten drei Tage weiter ausgedünnt.

Bisher im Ziel gewertet wurden am Mittwochmorgen die „Milan“, „Aquis Granus“ am späten Abend und in der Nacht zum Donnerstag die „Bank von Bremen“. Zuletzt erreichte die Sunbird am Donnerstagmorgen gegen halb acht die Ziellinie vor Edinburgh.

Vier Yachten aus dem Rennen
Der angekündigte Sturm über der Nordsee hatte noch nicht einmal begonnen, als auf der „Moana“ am Dienstag der Mast gebrochen ist: „Wir hatten gerade den Wachwechsel zum Mittag und so waren alle schnell an Deck“, erklärte Mathias Brückert, Skipper der Yacht am Telefon heute, nach der glücklichen Rückkehr an Land.

Der Mast brach bei rund 20 Knoten Wind und einem Meter Seegang demnach ohne jede Vorwarnung kurz über dem Lümmelbeschlag ab. Ohne Mast war sofort klar, dass die weitere Reise der Yacht nun unter Motor zurück nach Helgoland gehen müsste. Jedoch lagen seit dem Start bereits weit über einhundert Seemeilen im Kielwasser, zu viel für den an Bord befindlichen Treibstoff der Yacht. Mit Hilfe der DGzRS, wurde daraufhin das 72 Meter lange dänische Versorgungsschiff „Esvagt Server“, zur Moana umgeleitet und übergab noch am Abend Diesel für die Heimfahrt.

Doch damit nicht genug: „Wir merkten nach einer Weile, dass der Hubkiel zu wackeln begann“, erklärte Brückert am Telefon. „Gegen den Wind nach Helgoland zu fahren, erschien uns damit zu riskant, sodass wir uns für den günstigeren, aber viel weiteren Weg in den dänischen Hafen Esbjerg entschieden.“

Die „Esvagt Server“ nahm erneut Kurs auf die „Moana“, übergab zusätzlichen Kraftstoff und erklärte sich bereit, die Yacht auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten, falls die Kielprobleme sich vergrößern sollten. Auf halber Strecke übernahm die „Arctic Hunter“ dann die Begleitung, wo die „Moana“ am späten Mittwochabend wohlbehalten ankam.

Dort traf die Crew auf die „One Wave Ahead“, die ebenfalls Teilnehmer des Budweiser Cups ist und bereits am Dienstag das Rennen abbrach und mit einem Defekt an der Ruderanlage unter Notpinne nach Dänemark abgelaufen ist.

Drittes Schiff aus dem Rennen ist die „One Step Ahead“, die ins schottische Blyth fuhr.

Zwar am Ziel in Edinburgh angekommen aber nicht gewertet ist die „Nikaia von Hamburg“. Sie erreichte mit gebrochenen Großsegel Rails, sowie Lattenbruch, unter Motor Schottland.

Das Ranking der bisher gewerteten Schiffe
• Milan (gesegelte Zeit: 40:21:37)

• Aquis Granus (gesegelte Zeit: 52:59:05)

• Bank von Bremen (gesegelte Zeit: 57:40:51)

• Sunbird (gesegelte Zeit: 62:47:22)

Der  Rennverlauf kann unter www.nordseewoche.org im GPS Live Tracker verfolgt werden.

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