Norddeutscher Regattaverein 01.11.2017

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Hochspannender Segelsport der besonderen Bootsklasse auf der Alster

Hamburg, 01. November 2017

Zur Internationalen Deutschen Meistershaft (IDM) in der Bootsklasse 2.4mR kommen vom 02. bis zum 04. November 33 nationale und internationale Segler vor der Steganlage des Norddeutschen Regatta Vereins zusammen, um den besten unter sich zu ermitteln. Es wird ein Wettkampf der besonderen Art, denn die bis 2016 paralympische Bootsklasse kann jeder Segler, egal aus welcher Bootsklasse kommend, gleichwohl welches Geschlechts, welches Gewichts und Alters und vor allem, und das macht die Bootsklasse so besonders, mit und ohne Behinderung gesegelt werden. Ein schwerer Bleikiel von 181 Kg sowie Schwimmkörper im Bug und Heck machen das Boot kentersicher und unsinkbar. Hinzu kommt die Steuerung per Fußpedal oder Handsteuerung. Die 2.4mR-Klasse ermöglicht Inklusion auf höchstem Niveau. So ist das Regattafeld der IDM von 25 % Seglern mit einem Handicap besetzt. Es treten unter anderem Heiko Kröger, achtmaliger Gewinner der Para World Sailing Championship, der amtierende J/70 Klassenmeister Carsten Kemmling und Karsten „Butze“ Bredt, der in seiner Segelkariere eine Vielzahl von verschiedenen nationalen und internationalen Titeln errungen hat, gegeneinander an. Auch Teilnehmer aus Großbritannien, den Niederlanden und Belgien lassen sich die Meisterschaft nicht entgehen.

Heiko Kröger (51), achtmaliger Gewinner der Para World Sailing Championship: „Es ist immer ein besonderes Erlebnis mitten in der Großstadt zu segeln. Die Alster ist ein schwieriges Revier, da der Wind durch Gebäude und Straßen oft unberechenbar dreht. Aber das macht es auch so spannend. Die 2.4mR passt gut zur Alster und Hamburg: klassische Linien aber trotzdem sehr modern. Segeln ist ein inklusiver Sport und die 2.4mR zeigt wie Inklusion gelebt wird. Das Boot ist anspruchsvoll aber trotzdem gut beherrschbar. Einfach zu segeln aber es erfordert viel Erfahrung und Gefühl, schnell zu sein. Es ärgert mich sehr, wenn das Boot als „Behindertenklasse“ oder nur „paralympischer Klasse“ gesprochen wird, denn das wird dem Boot überhaupt nicht gerecht. Wir segeln auf einem seglerisch sehr hohem Niveau – es ist egal, ob man groß oder klein, dick oder dünn oder behindert ist oder eben nicht.“

Weitere Informationen zu der Regatta sowie zu der Bootsklasse finden Sie unter: www.2punkt4.online

Wenn Sie Fragen zu der Veranstaltung haben, kontaktieren Sie gern:

Anika Pohlenz

Norddeutscher Regatta Verein

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: pohlenz@nrv.de