Lacustre Überlinger See 08.08.2017

Far Niente der Lacustre im Überlingersee
Tags Sonne, nachts Regen

Viel Glück mit dem Wetter hatten die 67 Teilnehmer der Far Niente der
Lacustre im Überlingersee. „Am Tag hatten wir Sonne und meistens Wind,
nachts hat es dann geregnet,“ fasste Wettfahrtleiter Andi Giger die
sechs Tage vom 30. Juli – 4. August zusammen. 22 Lacustre waren zum
Auftaktgrillen in den Yacht-Club Kreuzlingen gekommen. Die
Überführungsregatta am nächsten Tag zum Segel- und Motorboot Club im
Überlinger Osthafen war eher flau. Beim SMCÜ lagen dafür alle Lacustre
nebeneinander aufgereiht im Päckchen, ehe es am nächsten Mittag weiter
nach Ludwigshafen ging. „Der Wind kam mal von Südwest – dann wieder von
Nord,“ so Andi Giger über seine erste gewertete Regatta. „Aber die
Dreher haben schließlich alle getroffen.“
In Ludwigshafen war der Höhepunkt das gemeinsame Steakgrillen auf dem
Steg. „Als alle fertig waren, kam das angekündigte Gewitter,“ so Far
Niente Organisator Willi Beck, der die Tour zusammen mit Rolf Reinhardt
auf die Beine gestellt hatte. „Aber das macht nichts, wir sind unter dem
Zeltdach ein wenig zusammengerutscht. Und am nächsten Tag hat ja wieder
die Sonne geschienen.“
Es folgte eine up-and-down Regatta, das Ziel lag in Bodman beim SCBo. Am
Abend (ausnahmsweise trocken) trafen sich alle in einer ausgeräumten und
geschmückten Scheune zum Gala-Abend. Die Mannschaft der Papilio zündete
ein verspätetes Feuerwerk zum Schweizer Nationalfeiertag – und Rosi
Wellern sang ihr Lacustre-Lied.
Wer wollte, konnte sich dann am Donnerstag frühmorgens auf den Weg
machen hinauf zum Wallfahrtsgottesdienst in der ehemaligen
Zisterzienserklause auf dem Frauenberg. Wer sich den 40-Minuten Fußweg
sparte, frühstückte gemeinsam im Hafen von Bodman. Als alle wieder
beisammen waren, folgte eine gemeinsame Überführungswettfahrt nach
Wallhausen mit bis zu 100 Grad-Drehern. Als sich der Wind für eine
Richtung entschieden hatte, blies er immerhin mit bis zu vier Beaufort
aus Nordost.
In Wallhausen wurden die Lacustre-Segler von einem außergewöhnlich gut
gelaunten Hafenmeister in Empfang genommen. „Schön, dass ihr da seid bei
uns,“ rief er zu jedem einlaufenden Boot und wies jedem der 22 Schiffe
und zwei Begleitboote einen extra reservierten Liegeplatz zu.
Von Wallhausen gab es noch mal eine Wettfahrt nach Staad – auch sie
hatte Wind. Und weil der immer spitzer und stärker kam, kämpfte manche
Vorschoterin heftig mit den Spischoten, nur weil der Steuermann nicht
aufs größere Vorsegel bei halbem Wind verzichten wollte. Dabei waren die
Schiffe, die sich für die Genua entschieden hatten, deutlich schneller.
Beim Segler-Verein Staad stand schon ein Zelt für die Segler bereit –
und der Grill war ebenfalls angeheizt.
„Es war eine wunderschöne Far Niente,“ resümierte Klassenpräsident Ernst
Zollinger die sechs Tage. „Wir haben uns alle erholt, man gondelt ein,
zwei Stunden in den nächsten Hafen, man trinkt ein Einlaufbier zusammen
– und immer gibt es was Leckeres zu Essen. Das ist die entspannteste
Art, Urlaub zu machen. Und am meisten freut mich, dass wir in diesem
Jahr 17 Kinder dabei hatten. Das Jüngste zwei, die Älteste 17 Jahre alt.
Oft schon die dritte Generation, die den Lacustre in ihren Familien
fährt.“