ROLEX FASTNET RACE

Cowes, Start 11.08.2013
http://fastnet.rorc.org/ - Übersicht

Hamburg, 24. Juli 2013
Die German Offshore Challenger an Bord der „SGM“ verkürzten die Distanz zu den Profi-Crews
und setzten Kurs auf die Cowes Week und das Rolex Fastnet Race

Bei den Gazprom Swan 60 World Championships im Segelmekka Cowes (UK) vom 13. bis 19. Juli belegte die Crew der German Offshore Challenger denkbar knapp den fünften Platz. Mit Einzelergebnissen auf dritten und zweiten Plätzen offenbarte das Team das Potenzial der Kampagne. Dass die Risiken des Offshore-Segelns nicht vernachlässigt werden, zeigte das Team mit der Absolvierung des ISAF-Sicherheitstraining direkt an Bord der „SGM“.

Bei strahlendem Sonnenschein, 29°C und für Cowes Verhältnisse schwächeren Winden von ca. 13kn, ging es nach ein paar Trainings- und Trimmtagen für die junge Crew in ihre erste große Regatta. Fünf Gazprom Swan 60 One Design-Yachten gingen an der Nordostküste der Isle of Wight an den Start. Auf den Crewlisten der anderen Teams fanden sich hochkarätige und Solent-erfahrene Profis, wie z.B. America’s Cup Segler Brad Butterworth oder Tommaso Chieffi.

An fünf Regattatagen wurden elf Rennen gesegelt. Ein Highlight und Neuland für die Crew war das fünfstündige Coastal Race am vorletzten Regattatag. Vor der beeindruckenden Kulisse des Royal Yacht Squadron (RYS) startete das Feld in den Solent, der durch seine starken Strömungen berüchtigt ist. Bis zur Ziellinie war das Rennen spannend und von häufigen Führungswechseln geprägt.

An den übrigen Tagen wurden normale Up-and-Downs gesegelt, bei denen die GOC-Crew auf der „SGM“ die Profis durchaus in Bedrängnis bringen konnte - viermal dritter Platz, ebensoviele enge fünfte Plätze und als Highlight des letzten Tages ein zweiter Platz. Bis kurz vor dem packenden Zieldurchgang führten die Challenger sogar, doch Brad Butterworth auf der „Knights of Crevichon“ (mit Tim Kröger als Boat Captain) konnte im letzten Manöver die Führung übernehmen.

In der Gesamtwertung der World Championships musste sich das Team knapp mit dem fünften Schlussrang zufrieden geben. „Dieses Ergebnis sieht zwar auf dem Papier nicht gut aus, aber auf dem Wasser sind wir den Profis sehr viel näher gekommen. Unsere Crew wächst enger zusammen, ist besser eingespielt und fährt sehr gute Manöver“, berichtete Skipper und Olympiasegler Robert Stanjek.

In der GOC-Crew hatte sich eine konzentrierte Ruhe eingestellt, die auch den Profiseglern nicht entging. Sicherlich ein Zeichen, dass sich die Crew jetzt immer besser kennenlernt und mehr Zeit miteinander verbringt. „Dass wir alle zusammen in einem Haus wohnen ist top, steigert den Team Spirit und das gegenseitige Vertrauen“, fasste Sewerin Lena Beuke zusammen. Die Studentin, die einen der härtesten Jobs unter Deck beim Spinnakerpacken übernahm und am wenigsten Tageslicht sah, verlor dabei trotzdem nie ihr strahlendes Lächeln.

Am 3. August wird die Crew bei der traditionellen Cowes Week starten. Vor allem Coastal Races stehen hier auf dem Programm. Das Rolex Fastnet Race mit über 600 Meilen von Cowes nach Plymouth direkt im Anschluss wird die anspruchsvollste Aufgabe sein, die das Team bisher zu bewältigen hatte.

Der Respekt vor diesem seglerischen Highlight ist nicht zuletzt durch das kürzlich absolvierte ISAF-Sicherheitstraining gewachsen, das speziell für das GOC-Team an Bord der „SGM“ durchgeführt wurde. Die Trainer haben die Crew durch sämtliche Gefahrensituationen geführt und Verhaltensweisen erarbeitet, die im Ernstfall abgerufen werden können. Dazu gehörte auch das Abbergen in eine Rettungsinsel in Ölzeug inklusive Gummistiefeln und mit ausgelöster Rettungsweste.

Die GOC-Crew wird immer mehr zu einem eingespielten Team; Foto: NRV
Die "SGM" misst sich im Solent mit den Großen ihrer Klasse; Foto: NRV
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German Offshore Challenger (GOC)
“German Offshore Challenger” ist ein deutschlandweites clubübergreifendes Projekt unter der Organisation des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV).
Das Ziel ist es, eine junge, motivierte und leistungsstarke Offshore Crew zu etablieren, die an Bord der Swan 60 „SGM“ an verschiedenen Events des Gazprom Swan 60 Circuit teilnimmt.

Die German Offshore Challenger Crew wurde durch ein offenes Bewerbungsverfahren zusammengestellt. Entscheidend für die Auswahl waren die Kriterien „Erfahrung“ (auch in Dinghy-Klassen), „Motivation“ und „Konstanz“ (zeitliche Verfügbarkeit).

Markus Wieser, mehrfacher Welt- und Europameister in verschiedenen Klassen u.a. Medaillengewinner im TP 52, leitete das erste Sichtungstraining und betreut die Challenger auf ihrem Weg: „Dieses Projekt ist eine tolle Gelegenheit für die jungen wilden Segler, sich auf hochwertigen Regattayachten zu beweisen. Die Kernmannschaft hat die Aufgabe möglichst viel Wissen an die nächste Generation weiterzugeben und das Schiff sicher und kompetitiv zu führen. Die Nachwuchssegler sind in der Pflicht mit Teamgeist und Engagement die alten Hasen von Ihren Positionen zu verdrängen.“

Die Yacht „SGM“ wurde dem NRV von seinem Partnerclub Saint Petersburg Yacht Club (SPBYC) für den Swan 60 Class Circuit 2013 zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel eine deutsche Crew aufzubauen. Highlights der Saison sind u.a. die Teilnahme an der Gazprom Swan 60 WM, der Cowes Week und dem Rolex Fastnet Race.

Der Name der „SGM“ leitet sich ab von dem russischen Unternehmen Stroygazmontazh, das unter anderem auch am Bau der Nord Stream Pipeline beteiligt war. Stroygazmontazh hat den umweltfreundlichen Segelsport für sein Sponsoring-Engagement ausgewählt, um seinen eigenen Fokus auf Umwelt- und Qualitätsstandards zu unterstreichen.

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