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Fotos Travemünder Woche
Pressemitteilung vom 8. Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (17. Juli
bis 2. August)
25. Juli 2009
Gelungene Generalprobe für die IDJ+JüM
TRAVEMÜNDE. Bei erneut idealen Segelbedingungen ging am Sonnabend (25.
Juli) der erste Teil der 120. Travemünder Woche zu Ende. Acht Bootsklassen
kürten teils haushoch, teils hauchdünn überlegene Gesamtsieger. In der
olympischen Laser Radial-Jolle gelang Sebastian Bühler aus Günzburg die
Generalprobe für die Internationale Deutsche Jugend- und
Jüngstenmeisterschaft (IDJ+JüM), deren Wettfahrten in der zweiten
TW-Halbzeit ab Dienstag (28. Juli) beginnen. Auch Nina Brenk und Daniel
Ribitzky aus Keltern scheinen im 420er bestens für die Titelkämpfe gerüstet.
Sie hatten Platz eins schon vor einer Frühstartdisqualifikation im
Finalrennen sicher. Im Pirat musste der Nachwuchs dagegen anerkennen, dass
die ältere Generation noch schneller unterwegs war. Es siegten Thomas
Kaitschick und Peter Gardeweg (Lübeck/Bad Oldesloe).
„Am Anfang hatte ich gar nicht auf Ergebnis gesegelt“, meinte der 16-jährige
Bühler, „sondern die TW nur als Trainingsregatta für die Deutsche
betrachtet.“ Doch dann bekam er einen Lauf, siegte mit 13 Punkten Vorsprung
vor Helge Bochmann aus Falkensee und ist für die kommende Woche
hochmotiviert. „Ein oder zwei starke Gegner kommen dann zwar noch dazu. Aber
mein Meisterschaftsziel, unter die besten Fünf zu kommen, scheint mir
realistisch“, so der Günzburger. In der gesonderten U17-Wertung will er am
Ende wieder aufs Podium steigen. Insgesamt haben 160 Aktive für die IDJM der
Laser Radial gemeldet.
Bei der IDJM-Testregatta der Piraten dagegen landeten Kristin Wöhlk und
Lukas Brüning aus Kiel als beste Jugendliche nur auf Rang fünf. Das
„TW-Silber“ ging an Kaitschick/Gardeweg, 49 und 53 Jahre alt, vor dem
46-jährigen Berliner Steuermann Gunter Edinger mit Dennis Weichert. „Die
Jugend von heute müsste noch härter trainieren, dann wäre sie auch
erfolgreicher“, sparte Thomas Kaitschick nicht mit kritischen Worten.
Auch bei den Formula 18-Katamaranen, eine besonders dynamische Bootsklasse,
die viel Kraft und Ausdauer, aber auch Schnelligkeit erfordert,
demonstrierten zwei altbekannte Routiniers ihre Klasse und demontierten die
Jüngeren geradezu. Die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach gehören
zwar bereits der Ü50-Generation an, feierten jedoch ihren 16. Travemünder
Woche-Sieg mit acht ungefährdeten Tagessiegen. „Erfahrung ist nicht alles“,
bestätigte Vorschoter Christian, „hundertprozentige Fitness durch Training
und Wettkämpfe gehört auch dazu.“ Und am Ende ihres glorreichen Auftritts
drehten sie mit einigen anderen F18-Piloten unter Segeln auch noch eine
Ehrenrunde über die Trave. Die Werbung in eigener Sache für die eigene
Klasse untermauerte die Stärken der Travemünder Woche: Segeln zum Anfassen
dicht vor den Augen eines zahlreichen Publikums.
Die „Idealnote null“ schafften auch Vater und Sohn Ziegelmayer mit Philipp
Meier als drittem Mann im Laser SB-3. Ferdinand, der jüngere, steuerte das
Boot zu den acht Tagessiegen, Sebastian trimmte dazu. Uti und Frank Thieme
aus Berlin leisteten sich im Korsar einen „Ausrutscher“ und wurden nach fünf
Tagessiegen zuvor im sechsten Rennen „nur“ Zweite. Das reichte dem Ehepaar
jedoch zum vorzeitigen Gesamtsieg, so dass es während der beiden letzten
Wettfahrten schon unter der heißen Dusche stand.
„Das Regattaprogramm der 120. TW war ein glatter Stich“, bilanzierte der
oberste Wettfahrtleiter Walter Mielke. Von acht Wettfahrttagen sei auf der
Lübecker Bucht kein einziger komplett ausgefallen; und fast alle geplanten
Rennen gingen über die acht Bahnen. Jetzt dürfen die ehrenamtlichen Teams
zwei Tage Luft holen, ehe die TW-Wettkämpfe mit der IDJ+JüM am Dienstag um
11 Uhr fortgesetzt werden. Auch das Festivalprogramm auf der Landmeile geht
in die zweite Runde. Bis zum 2. August steht Travemünde weiter Kopf.
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom achten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (Sonnabend,
25. Juli)
Olympische Klassen
Laser Radial
Endstand nach zehn Wettfahrten: 1. Sebastian Bühler (Günzburg) 12 Punkte; 2.
Helge Bochmann (Falkensee) 25; 3. Florian Haufe (Hamburg) 37; 4. Lukas
Feuerherdt (Brandenburg) 48; 5. Bastian Häusser (Hohen Neuendorf) 54; 6.
Conrad Rebholz (Uhldingen-Mühlhofen) 68.
Internationale und nationale Klassen
Formula 18
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 6
Punkte; 2. Eckart Kaphengst/Sönke Kühl (Kiel) 13; 3. Christian Bräuer/Sandra
Levgrün (Hamburg) 22; 4. Horst Fock/Alexander Gieszinger (Hamburg) 24; 5.
Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) 25; 6. Frank Rübling/Martin Bach
(Oststeinbek) 28.
Laser SB-3
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Ziegelmayer/Meier/Ziegelmayer (Hamburg) 6
Punkte; 2. Schroeder/Gauter/Spiegel (Grabow) 15; 3.
Petersen/Neumann/Andersen (Schleswig) 19; 4. Werner/Stegmann/Lanatowitz
(Hamburg) 22; 5. Popken/Leopold/Nägele (Berlin) 22; 6. Kübler/Hesse/Will
(Kiel) 29.
Pirat
Endstand nach sieben Wettfahrten: 1. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg
(Lübeck/Bad Oldesloe) 15 Punkte; 2. Gunter Edinger/Dennis Weichert (Berlin)
17; 3. Jakob von Hausen/Sören Hadeler (Münster) 21; 4. Martin Domian/Dirk
Heuer (Rondeshagen) 30; 5. Kirstin Wöhlk/Lukas Brüning (Kiel) 39; 6. Ben
Uerlichs/Michael Bünten (Simmerath) 43.
420er
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Nina Brenk/Daniel Ribnitzky (Keltern) 15
Punkte; 2. Britta Krüger/Jennifer Halle (Potsdam) 28; 3. Till-Jakob
Kieweg/Pauline Liebig (Weinstadt) 33; 4. Kai Becker/Dorian Heitzig (Hamburg)
34; 5. Hannah Knopp/Katharina Dittmer (Duisburg) 37; 6. Jonas
Nachtigall/Clemens Fabian (Fürstenwalde) 37.
Korsar
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Uti und Frank Thieme (Berlin) 7 Punkte;
2. Axel Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin) 9; 3. Susi und Kicki Krüger
(Hamburg) 17; 4. Dirk Braun/Sabine Gülker (Wuppertal) 18; 5. Friedel und
Maik Indenklef (Duisburg) 37; 6. Axel Gramberg/Andrea Christ (Heidelberg)
38.
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Andreas Kling
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