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Fotos Travemünder Woche
120. Travemünder Woche vom 17. Juli bis 2. August 2009
Pressemitteilung vom ersten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (17.
Juli bis 2. August 2009)
18. Juli 2009
Ehepaar Gäbler gab sich keine Blöße
TRAVEMÜNDE. Tornado-Champion Roland Gäbler und Frau Nahid sowie das
505er-Duo Dietrich Scheder-Bieschin und Holger Jess behielten am ersten
Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche weiße Westen. Dagegen prägten
Frühstartdisqualifikationen der Favoriten am Sonnabend (18. Juli) den
Auftakt der manroland J/24 German Open. Mäßige bis frische westliche Winde
hatten die Hitze der Vorwoche vertrieben und sorgten auf sieben Bahnen für
hervorragende Segelbedingungen.
„Wir waren sehr schlau unterwegs“, meinte der hochzufriedene Vorschoter
Holger Jess aus Eckernförde nach zwei überlegenen Tagessiegen bei der
Internationalen Deutschen Meisterschaft der 505er. Und lobte seinen
Hamburger Steuermann: „Das hätte Europameister Wolfgang Hunger nicht besser
gemacht.“ Dabei waren die Spitzenreiter beinahe gekentert und musste sich
die Führung zurückerobern. Auch ein gebrochener Spinnakerblock hielt sie
nicht auf.
Zurück von der neunmonatigen Weltumseglung Portimão Global Ocean Race, das
er mit dem Lübecker Felix Oehme gewonnen hatte, hielt Boris Herrmann
erstmals wieder die 505er-Pinne in den Hand. Mit seinem Kieler Nachbarn
Julien Kleiner, der mit Hunger im Juni die EM vor Kiel gewann, war er 2007
deutscher Meister und harmonierte wie vor zwei Jahren. Zwei sechste Plätze
stimmten den 28-Jährigen froh: „Es geht auf Anhieb schon wieder ganz gut“,
so Herrmann, der an Land sofort an Bord seiner Class40-Yacht „Beluga Racer“
stieg, die unter den staunenden Augen zahlreicher TW-Besucher an der
Travepromenade festmachte.
Das vielleicht glücklichste Pärchen in ganz Travemünde waren wohl die
Eheleute Roland und Nahid Gäbler, die in Tinglev an der deutsch-dänischen
Grenze wohnen. Der dreimalige Tornado-Weltmeister und olympische
Bronzemedaillengewinner von Sydney 2000 legte nach langer Verletzungspause
mit seiner Frau drei lupenreine Tagessiege hin. „Das Knie hat gehalten und
alles andere auch“, freute sich der Steuermann über sein gelungenes
Comeback, „darauf können wir aufbauen.“
Als die seegehenden Schiffe schon um 11 Uhr als Erste zu ihrem Ostsee-Cup
auf der Lübecker Bucht waren, verzog sich eine intensive Regenfront gerade.
Wettfahrtleiter Jens Kath brachte drei hart umkämpfte Wettfahrten über die
Bahn und erntete von den Teilnehmern viel Lob. „Bei mittleren Winde um 15
Knoten gab es packende Manöver und Positionskämpfe“, berichtete Kath.
Das international mit Frauen- und Männercrews gemischt besetzte Feld der
olympischen 470er wird von den ausländischen Crews dominiert. Die russischen
Brüder Mikhail und Maxim Sheremetiev ließen einem Tagessieg Platz zwei
folgen und hielten die dänische Spitzenmannschaft mit Henriette Koch und
Lene Sommer, die den zweiten Tagessieg verbuchten, um einen Zähler auf
Distanz. Beste Deutsche sind Stefan Schneider und Frank Thieme aus Berlin
als Vierte knapp hinter Vitaliy Mashkovsyy und Sergii Polishchuk (Ukraine).
In drei Laser-Rennen ungeschlagen blieb der Kieler Frithjof Schwerdt und hat
vor dem Russen Sergey Komissarov schon vier Punkte Vorsprung. Die zweite
olympische Einmannklasse Finn Dinghy sah die Wismarer Brüder Jan und Ulli
Kurfeld auf der Jagd nach dem Niederländer Karel von Hellemond, der mit
Tagessieg und Rang zwei den Bug insgesamt knapp vorne behielt.
Als die erfolgshungrigen J/24-Segler zu vorschnell wurden, verschärfte
Wettfahrtleiter Svend Hartog die Startregeln und zog die „schwarze Flagge“.
Prompt erwischte es in der dritten Wettfahrt die Top-Favoriten. Sowohl der
Kieler Kai Mares auf der „Rotoman“ als auch der Hamburger Kieler
Woche-Sieger Peer Kock auf der „Seglershop“ wurden neben sechs weiteren
Konkurrenten wegen Frühstarts disqualifiziert. Sie hoffen nun auf das fünfte
Rennen am Sonntag (19. Juli) nach dem das schlechteste Einzelresultat
gestrichen werden darf. Dann beginnen auch die Pre-Worlds der Contender
sowie die Rennen der Dyas du Tryas, während der Ostsee-Cup der Dickschiffe
auf der Seebahn A und die A-Cat-Konkurrenz bereits entschieden werden. Das
Wetter soll wechselhaft, dafür der gute Segelwind erhalten bleiben.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
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