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120. Travemünder Woche vom 17. Juli bis 2. August 2009
„Travemünder Wochen“ eröffnet
TRAVEMÜNDE. 1.323 Boote, mehr als doppelt so viele Seglerinnen und Segler
aus 20 Nationen und ausnahmsweise 17 Tage Regatta und Festival vom feinsten
– seit 18 Uhr und einer Minute am Freitagabend (17. Juli) ist eine
Travemünder Woche der Superlative eröffnet. Zum 120. Jubiläum glänzt die
schönste Segelveranstaltung der Welt mit neuen Rekorden, dank der
Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften im zweiten
Teil. Mit der Zahl der Aktiven soll auch die Besucherschar in den kommenden
gut zwei Wochen auf mehr als 1,3 Millionen anwachsen. Es ist angerichtet.
„Heißt Flagge!“, sprach Bürgermeister Bernd Saxe die knappen Worte, mit
denen traditionell die fünfte Jahreszeit in Lübecks schönster Tochter
beginnt. Und der Schirmherr des runden Geburtstags war voll des Lobes: „Die
Travemünder Woche bringt Sport, Spaß und Spannung auf dem Wasser und an Land
in unnachahmlicher Weise zusammen.“ Landesvater Peter Harry Carstensen
schien sich fernab der akuten politischen Turbulenzen an der Travemündung
regelrecht wohl zu fühlen. „Die TW ist ein glänzendes Aushängeschild für das
Urlaubs- und Sportland Schleswig-Holstein“, so der Ministerpräsident, „mit
einem der besten Segelreviere der Welt.“
Und weil es in Travemünde so schön ist, kam Bundesverkehrsminister Wolfgang
Tiefensee nach seiner Premiere im Vorjahr als Überraschungsgast wieder. „Die
zunehmende Bedeutung der Sportschifffahrt und des Wassersports auch als
Wirtschaftsfaktor wird in einem Großevent wie der Travemünder Woche
besonders deutlich“, so Tiefensee, „es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen,
auch beim runden Geburtstag wieder dabei zu sein. Als Carstensen noch das
ehrenamtliche Engagement der mehr als 300 Helferinnen und Helfer
herausstellte, applaudierten genauso viele Ehrengäste des Lübecker
Yacht-Clubs als Hauptveranstalter nachhaltig. Die gesamte Prominenz von
Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer bis zum Vorsitzenden der
Geschäftsführung des Hauptsponsor Messe Düsseldorf, Werner Dornscheidt,
dankte ihnen für den bundes- und landespolitischen Rückenwind.
Ihrer ganz besonderen Vorbildfunktion wurden zwei herausragende
Hochseesegler gerecht. Boris Herrmann aus Kiel und der Lokalmatador Felix
Oehme, die vor wenigen Wochen das Portimão Global Ocean Race rund um die
Welt gewonnen haben, sprachen stellvertretend für alle 1.323 Teilnehmer aus
Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Spanien,
Finnland, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, den Niederlanden,
Neuseeland, Polen, Russland, der Schweiz, Schweden, der Ukraine und last but
not least Deutschland, deren Flaggen wenig später auf „Befehl“ des
Bürgermeisters gehisst wurden, den sportlichen Eid. Sie schwörten, die Regel
zu achten und ihr Bestes zu tun, um zu siegen – so wie auf fast 30.000
Seemeilen und allen Weltmeeren die vergangenen neun Monate zuvor auch.
Aus gutem Grund, denn Boris Herrmann ist ab Sonnabend (18. Juli) auf der
Travemünder Woche am Start, wenn um 11 Uhr auf der Lübecker Bucht die ersten
Startschüsse fallen. Zusammen mit einem guten Freund und Nachbarn, dem
amtierenden Europameister Julien Kleiner, tritt Herrmann bei der
Internationalen Deutschen Meisterschaft der 505er an. Gemeinsam hatte sie
die vor zwei Jahren auch schon gewonnen.
Im Mittelpunkt der Regattatage stehen am Wochenende außerdem die Pre-Worlds
der Contender, die manroland J/24 German Open und die Wettfahrten der
Dickschiffe auf der Seebahn. In der zweiten, der „Travemünder Wochen“ heißt
es dann Leinen los für den besten Segelnachwuchs Deutschlands. In allen acht
offiziellen Bootsklassen beginnen ab Dienstag (28. Juli) die Internationalen
Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften, unter anderem allein mit 233
Optimisten, dem kleinsten aller Segelboote.
Andreas Kling
PR Manager
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