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Pressemitteilung 75. Nordseewoche – 30.05.2009
Sportliche Herausforderungen beim "BHF-Bank-Cup Rund Helgoland"
Im Regatta-Feld vor Helgoland sorgte am Sonntag die Rennziege "Hexe",
eine German Frers 80, für Aufsehen unter den Teilnehmern des "BHF-
Bank-Cup Rund Helgoland". Die Trophäe sicherte sich allerdings die
Crew der "Tante Schmidt", die nach berechneter Zeit den ersten Platz
belegte. Für eine Yacht war die Wettfahrt schon an der Startlinie zu
Ende: Es kam zu einer Kollision.
Helgoland, 31.05.2009 - Mit 130 Yachten war die Beteiligung am "BHF-
Bank-Cup Rund Helgoland" am Pfingstsonntag so groß, wie seit vielen
Jahren nicht mehr. Um 9.30 Uhr gingen außer den nach ORC/IRC
gemeldeten Schiffe auch 13 Mannschaften zum "Family Cruiser Cup" an
den Start. Die drei Windstärken und der beständige Hochdruckeinfluss
versprachen eine ruhige Wettfahrt. Für eine Mannschaft endete die
Regatta jedoch schon vor dem Beginn: Eine Minute vor dem Startschuss
kam es im dichten Feld der Yachten zur Kollision zwischen "Static
Electric" mit Steuermann Heiko Päsler und der "extra fun". Während
letztere mit einigen Kratzern an der Süllkante davonkam, bedeutete
der Zusammenstoß für Päslers Mannschaft das endgültige Aus. Laut
Wettfahrtleiter Stefan Lehnert hatte die "Static Electric" einen Riss
in der Bordwand und musste den direkten Heimweg nach Cuxhaven
antreten. "Wir sind hoch am Wind auf die Startlinie zugehalten,
während die "Static Electric" mit Halbwind von Backbord kam. Unser
Wegerecht haben wir frühzeitig verlangt. Die anderen haben es zu spät
gehört - dann knallte es plötzlich mittschiffs", berichtete ein
Crewmitglied der "extra fun".
Für Aufsehen auf dem Regatta-Feld sorgte die "Hexe" von Norbert
Plambeck, eine German Frers 80. Sie war erstmalig bei der
Nordseewoche dabei und schnellte nach 4 Stunden, 28 Minuten mit
einigem Abstand vor der "Outsider" über die Ziellinie. Für eine gute
Platzierung reichte die berechnete Zeit allerdings nicht. In der
Gesamtwertung schoss "Tante Schmidt", eine Nissen 31 aus der ORC-
Gruppe 3 und 4, mit dem ersten Platz den Vogel ab und sicherte sich
den begehrten Pokal. In der Gruppe 1 nach Wertung ORC International
siegte die Mannschaft der "Beluga Sailing Team". Für die Mannschaft
von Skipper Kai Haupthoff auf der "Varuna Express" gab es mit dem
ersten Platz in der Gruppe 2 Grund zur Freude. Unter den parallel
nach IRC gewerteten Yachten erzielte die "Varuna" trotz zweitem
Zielanlauf - die Mannschaft mit Skipper Jens Kellinghusen hatte beim
ersten Versuch die Regattatonne verfehlt - den ersten Platz.
Die zweite Etappe des "Family Cruiser Cups" nach den
Zubringerregatten eroberte die Crew von Berend Beilken auf der
"Ballerina II", einer Henze 31, mit dem ersten Platz nach berechneter
Zeit. First ship home war die "Why Not" (Luffe 4004) nach 3 Stunden,
24 Minuten. Das Segelergebnis reichte immerhin noch für einen
berechneten dritten Platz.
Obwohl es bei der Wettfahrtleitung einen Antrag auf Wiedergutmachung
gegeben hatte - ein Skipper hatte sich beklagt, die Zeit zwischen
Steuermannsbesprechung und Start habe für den 2,4 Meilen langen Weg
zur Startlinie nicht gereicht - zeigten sich die Regatta-
Verantwortlichen am Ende zufrieden. "Für die meisten Teilnehmer war
der 'BHF-Bank-Cup' eine typische, aber sportlich anspruchsvolle
Helgoland-Umrundung", resümierte Wettfahrtleiter Stefan Lehnert.
Trotz der 130 Yachten auf der Bahn gab es eine protestfreie
Wettfahrt. Die Strömung zwischen Dühne und Helgoland sorgte zudem für
taktisch anspruchsvolle Herausforderungen.
Hans Genthe
+49 (0) 171-6033 741
hans.genthe@nordseewoche.org
Hochauflösendes Bildmaterial:
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