16.08.2007
St. Moritz Match Race
Schümann aus dem Rennen, Renker mitten drin
ST. MORITZ – Ereignisreicher zweiter Renntag in St. Moritz: Jochen Schüman gab definitiv forsait, Matthias Renker qualifizierte sich als zweites Schweizer Team für die Viertelfinals und Nachzügler Mark Mendelblatt meldete sich mit zwei Siegen zurück.
Den Abschied vom Team Alinghi hat sich Sportdirektor Jochen Schümann bestimmt anders vorgestellt. Der zweifache Americas Cup und mehrfache Olympiasieger musste heute nachmittag wegen einer Rückenverletzung endgültig seinen Platz auf dem Boot an Peter Evans abtreten. „Die Rückenbeschwerden sind zu stark, so kann ich nicht starten“, so der enttäuschte Schümann.
Trotzdem durfte sich Schümann freuen: Mit dem Team von Matthias Renker qualifizierte sich heute das zweite Schweizer Team für die Viertelfinals. Das junge Team vom RC Oberhofen gewann im Hoffnungslauf drei von fünf Rennen und trifft morgen auf die Nummer 1 der Weltrangliste, den Briten Ian Williams. „Für uns ist das eine riesen Sache“, freute sich Matthias Renker nach der überraschenden Qualifikation. „Das ist unsere erste Teilnahme bei einem Grade-1-Event und wir werden alles versuchen, auch gegen Ian Williams zu punkten.“
Bereits heute standen sich in den beiden ersten Viertelfinal-Paarungen die Teams von Mendelblatt und Col sowie Richard und Cian gegenüber. In der Best of Five Serie ist noch keine Vorentscheidung gefallen, Mendelblatt führt mit 2 zu 0 Siegen und Cian mit 2 zu 1.
Die Führung des zweifachen St. Moritz Match Race Siegers Mark Mendelblatt überrascht, denn der Amerikaner ist erst gestern abend in St. Moritz eingetroffen. Mendelblatt kam direkt von dem Fastnet Race in England, das sich wegen schlechtem Wetter verzögert hatte.
Bei den morgigen Viertelfinal-Paarungen kommt es zu einem spektakulären Duell: Die Gebrüder Monnin (Weltrangliste 12) treffen im Viertelfinal B auf das Team Alinghi mit Peter Evans am Steuer. Nils Frei, der für Schümann eingesprungen ist, äusserte sich zu dieser Paarung verhalten. „Team Monnin ist gegen uns ganz klar zu favorisieren. Sie haben mehr Training zusammen und sind die kleineren Boote gewohnt.“
Kirsten Bollinger,
Media St. Moritz Match Race
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