Vereinsgeschichte

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Im August 1928 wurde die Segelabteilung im Postsportverein unter dem Vorsitz des Kameraden Rudolf Junge aus Berlin-Cöpenick gegründet. Das Leitmotiv der eben gegründeten Segelabteilung war, Pflege des Segelsports innerhalb der Postbeamtenschaft. Hierzu gehörten: Ausbildung und Unterstützung unerfahrener Segelkameraden durch theoretischen und praktischen Unterricht über Ausweichregeln, Lichterführung , Spleißen und Knoten. Es fehlte jedoch ein eigenes Grundstück, so dass die Boote zunächst noch in anderen Vereinen und Bootsständen, in denen sie bis dahin untergebracht waren, verbleiben mussten.


Schon 1929 bildeten sich zwei Gruppen, eine Ost- und eine Westgruppe; die Westgruppe war in Heiligensee im Sporthaus zu den 7 Linden und die Ostgruppe im Sportshaus Erbe, in Cöpenick, untergekommen. Nach einem Jahr war der Bestand der Flotte auf 18 Fahrzeuge angewachsen und die Mitgliederzahl auf 35 Kameraden gestiegen. Der Vorsitzende Rudolf Junge musste sich leider aus Krankheitsgründen vom Vorstandsamt zurückziehen. Sein Nachfolger wurde der Kamerad R. Diersch und Sportwart Erwin Willion. Infolge tiefgehender Meinungsverschiedenheiten finanzieller und zum Teil auch persönlicher Art sind die Mitglieder der Westgruppe Heiligensee geschlossen zum Jahresende aus der Abteilung ausgetreten.


1930 wurden zur Belebung des Fahrtensegelns erstmals Fahrtenwettbewerbe von der Segelabteilung ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren Mitglieder der Abteilung, die im Besitz eines Führerscheins waren, mit Booten, die in der Bundesjachtliste eingetragen waren und ein gültiges Ausweisheft besitzen. An der vom DSB (Deutscher Segler Bund) veranstalteten Ostmarkstaffette beteiligte sich unsere Abteilung Absendung einer Ehrenurkunde. Die Urkunde wurde auf dem Wasserweg von Berlin nach Stettin und von dort über See nach Königsberg befördert, wo die eintreffenden Urkunden gesammelt und dem Magistrat der Stadt Königsberg übergeben wurden.


In der Hauptversammlung am 12. Januar 1931 wurden die neuen Satzungen, die den Erwerb der Steganlage am Stößensee sowie der geplanten Ost-Steganlage Rechnung trugen. Das Eintrittsgeld am Stößensee soll 25,- RM für Vollmitglieder, ein monatlicher Sonderbeitrag von 0,75 RM und für unterstützende Mitglieder 3,- RM und monatlich 0,50 RM betragen. Am Himmelfahrtstag wurde die Steganlage am Stößensee eingeweiht sowie das erstemal der Stander gehisst und angesegelt. Auch die Ostgruppe bekam ihren Steg bei den Ruderen am Wendenschloß und somit hatten beide Gruppen ihre heiß ersehnten Heimathäfen gefunden.


Die ordentliche Hauptversammlung am 15. Januar 1932 wählte, nach dem Kamerad Diersch sein Amt als Vorsitzender krankheitshalber niederlegen musste, den neuen Vorstand Kamerad Kasten. Der Obmann der Stößenseegruppe wurde Kamerad Poggensee.

Große Sorgen bereiten uns unsere Bootsstege am Stößensee. Trotz persönlicher Verhandlungen des Hauptvorstandes und einiger Abteilungskameraden mit den zuständigen Behörden ist es bisher noch nicht gelungen, die Erlaubnis zum Bau von Unterkunfts- und Geräteräumen zu erhalten.


Inzwischen ist der Zaun auf dem Grundstück am Stößensee fertiggestellt worden und zwei Häuschen, deren Genehmigung nun vorlag, sind zum Bau in Auftrag gegeben worden.

Zur Einweihung unserer Häuschen (ein Vereinshaus und ein Gerätehaus) am 3. September 1933 waren sämtliche Anlieger sowie die geladenen Gäste der befreundeten Vereine erschienen, um sich an unserer neuen Errungenschaft mit zu erfreuen. Ein damals wohl oft zu hörender typischer Satz: „Die sportlich und im Rahmen der nationalen Bewegung geschmückte Steganlage würdigte voll und ganz die Feier. “

Die außerordentliche Hauptversammlung am 20. November wählte den bisherigen Vorsitzenden Kasten als Abteilungsführer, seine Wahl wurde vom gleichfalls anwesenden Vereinsführer Kamerad Wolz gutgeheißen und bestätigt.

Zum Verständnis des Lesers hier noch eine Anmerkung über die politische Situation des Jahres 1933. Nachdem Hans von Tschammer und Osten am 28. April 1933 zum Reichssportführer ernannt wurde, änderte sich die gesamte Sportvereinsstruktur. Vereine, die in die politische Landschaft des NS-Regimes nicht passten, wurden kurzerhand verboten und das Vermögen eingezogen.

In den verbliebenen Vereinen wurde das Führerprinzip eingeführt, welches die Oberhäupter der Vereine mit dem Privileg ausstattete, alle Posten mit Kandidaten ihrer Wahl zu besetzen. Die Führer konnten zwar von den Vereinen bestellt werden und mussten nicht unbedingt der NSDAP angehören, wie der Reichssportführer ausdrücklich feststellte, bedurften aber doch seiner Bestätigung, was missliebige Kandidaten von vornherein ausschaltete.


In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 12. März 1934 an der der Vereinsführer Kamerad Wolz teilnahm erfolgte eine endgültige Aussprache über die Amtsniederlegung des Kameraden Kasten und die Organisationsfragen der künftigen Segelabteilung West und der Segelgruppe Ost. Zum Abteilungsführer der Segelabteilung Stößensee wurde der Segelkamerad Wolfram gewählt und vom Vereinsführer bestätigt.


An den Jugendbooten „Hede“ und „Gut Freund“ ist von den Jungmannen fleißig gearbeitet worden. Die Jungmannen Adamski und Blachwitz haben dann eine herrliche Osterfahrt nach Nedlitz als erste mit der „Hede“ gemacht.

Am Steg im Stößensee herrscht schon bester Sportbetrieb. Als Neuerung ist ein Stegdienst eingerichtet worden, dessen Aufgabe es ist, sowohl für Ordnung zu sorgen als auch das Betreten der Steganlage durch Fremde zu verhindern.

Die Jahreshauptversammlung fand am 13. November 1935 im Restaurant Schultheiß in Charlottenburg am Knie im Beisein des Vereinsführers statt und der Kamerad Wolfram wurde wieder zum Abteilungsführer gewählt.


Unser Fahnenmast erstrahlte von Beginn der Olympischen Spiele an in bunter Flaggengala, inmitten wehte die Olympische Flagge, das Klubgebäude und die Jachten hatten ihr Festtagskleid angelegt. Auch unser sonst so stilles Pichelswerder spürte den Pulsschlag des Geschehens. Auf seinen Höhen waren die Zeltlager der Turner- und Schwimmjugend entstanden, die den jungen Sportlern aus allen deutschen Gauen Unterkunft boten. Die Nähe des Reichssportfeldes gab diesen und anderen ausländischen Olympiagästen Gelegenheit, auch unsere sportlichen Einrichtungen und unsere Sportgeräte zu besichtigen. Alle waren voll des Lobes über die Schönheit und Zweckmäßigkeit unserer Sporteinrichtungen.


In diesen Tagen feierte die Reichshauptstadt ihren 700. Geburtstag. Im Rahmen der Feierlichkeiten wollten die Segler und Motorbootfahrer auch ihren Teil an der festlichen Ausgestaltung beitragen.

Am 16. August fand unter Beteiligung der Vereine des Bezirks, damit auch unsere, die sich mit 24 Schiffen beteiligte, auf dem Stößensee ein Lampion-Korso statt. Ein Höhenfeuerwerk bildete den Abschluss der Veranstaltung.


Früher als sonst hatte im Jahre 1938 der Frühling seinen Einzug gehalten. Die Freizeit jeden Seglers und Motorbootbesitzers wurde jetzt in vollem Masse für die Instandsetzung seines Fahrzeuges in Anspruch genommen.

Zu Instandhaltungsfragen an Schiffen hielt der Lehrwart Dr. Tesch einen Vortrag „ Wie überhole ich mein Schiff“. Hier einige Auszüge: Der Vierjahresplan gebiete, mit allen Materialien sparsam umzugehen, und dies gelte vor allem für die vom Wassersportler verwendeten wertvollen Farben und Oele usw. Ein guter staubfreier und hochglänzender Lachanstrich ist nur durch peinliche Sauberkeit des Objektes und der Mittel zu erzielen.

Das Jahr 1939 ist laut den Sitzungsprotokollen geprägt von euphorischen Kameradschaftsabenden und Über-reichung von Siegespreisen der vergangenen Saison.

   
 
 
   
 

 

Längssteg mit den beiden Holzhäusern rechts der Blick auf das Vereinsboot Zumpel.


Als 1949 der Postsportverein wieder gegründet wurde und die britische Besatzung uns die Steganlage zurückgab, fanden sich wieder einige Segler ein und gründeten unter dem Vorsitz von Otto Schubert zusammen mit der Kanuten eine „Wassersportabteilung“.

   
 
1952 musste die Holzsteganlage (siehe Bild oben links) komplett erneuert werden, wieder einmal eine Gemeinschaftsarbeit für die Segelkameraden.

1953 wurde der Regattabetrieb wieder aufgenommen, nachdem einige Mitglieder ihre Boote haben vermessen lassen und die Segelabteilung des PSB trat wieder bei Regatten mit Erfolgen hervor.

Die Jahreshauptversammlung der Segelabteilung im März 1954 bestätigte den neuen 1. Vorsitzenden Gerhard Krüger auch Ohm Krüger genannt. Die schon lange geplante Aufschüttung des Grundstückes wurde langsam Realität.

   
 
1955 konnte die Aufschüttung des Geländes begonnen werden, zunächst musste eine Mauer (Bollwerk) zwischen Uferstreifen und dem Stößensee geschaffen werden. Auf diesen Bildern ist deutlich zu sehen, wie die Rammarbeiten und das Einlegen der Betonplatten langsam voranschritten, da ja nur ein Mann auf der Baustelle zu sehen war.
 
   
 

 

1956 ein politisches Ereignis am Rande; die Dienststellen der sowjetischen Zone haben sich bereiterklärt, Fahrtenseglern, die im kommenden Sommer die Zone passieren wollen, die Durchfahrt zu genehmigen.

In der Mitgliederversammlung am 21.8.1957 wurde beschlossen, das Gelände von einer Firma planieren zu lassen. Die Kosten bis zu einer Höhe von 10,- DM pro Mitglied sollen umgelegt werden. Uns wurde dadurch die Möglichkeit gegeben, alle Arbeitskräfte auf die Montage der Schienen und den Einbau des selbstgebauten Slipwagens zu konzentrieren.

Trotz zeitweiligerer ungünstiger Wetterlage war der Hausbau gut fortgeschritten, so dass am 19.2.1958 das Richtfest gefeiert werden konnte. Nachd em das Clubhaus nahezu fertiggestellt war, sollte die nächste Mitgliederversammlung schon am 18.6. dort um 20:00 Uhr stattfinden. Am 23.8.1958 feierte die Segelabteilung ihr 30. Stiftungsfest und unser Clubheim wurde an diesem Tage eingeweiht.


   
 
1960 hatten die guten alten Holzhäuser ausgedient und sie fielen dem Abriss zum Opfer, die Kameraden hatten aber schon eine Idee im Hinterkopf, denn das Material wurde für den später errichteten Schuppen und Jugendraum verwendet.

Im Hintergrund sieht man unser neues Clubhaus.

   
 

1963: Kamerad Willi Blachwitz wurde neuer Vorsitzender der Segelabteilung. Dem scheidenden Ohm Krüger wurde für seine Arbeit gedankt. Die neue Terrasse war für alle Mitglieder der Segelab­teilung - ob groß oder klein - eine Bereicherung.
   
 

1964: Nach der Aufschüttung des Geländes war klar, dass eine Stützmauer zur Strasse gebaut werden musste, weil der Höhenunterschied zur Strasse zu groß war. Es wurden noch einige Bäume gefällt, wobei die kleineren Äste von Hand zersägt wurden.

Im Hintergrund ist die neue Stützmauer mit Zaunpfählen zum Siemenswerder Weg zu sehen.

Sie wurde von der Firma unseres Segelkameraden Harald Thiess gebaut und es wurde obenauf eine Hecke gepflanzt; so wie sie heute noch zu sehen ist.

 
   
 

Das Jahr 1968 stand unter dem Zeichen des 40jährigen Bestehens der Segelabteilung Stößensee. Aus diesem Grunde veranstaltete die Abteilung eine eigene Verbandsveranstaltung (DSV) in Form eines Mannschaftswettkampfes mit 3 Wettfahrten in den vier Klassen der 20qm- und 15qm Jollenkreuzer, Piraten- und Olympiajollen, auf der großen Breite der Unterhavel. Hieran beteiligten sich 19 Verbandsvereine mit ihren erfolgreichsten Seglern.

In der Hauptversammlung vom 9.3.1969 beauftragte die Versammlung den Vorstand mit den Vorarbeiten zum Erweiterungsbau unseres Clubhauses. Für den geplanten Erweiterungsbau wurden nun die zahlreichen Genehmigungen beigebracht und es konnte mit dem Bau bei günstigen Witterungsverhältnissen noch im selben Jahr begonnen werden.


Im Mai 1970 wurde der Erweiterungsbau soweit fertig gestellt, bis auf die restlichen Malerarbeiten.Unser langjähriger 2. Vorsitzender und Sportwart Adolf Rydich feierte am 10. Januar 1971 seinen 60. Geburtstag. Die anwesenden Vorsitzenden des Berliner Seglerverbandes und des Bezirks Unterhavel würdigten seine großen Verdienste beim Wiederaufbau des Wettsegelsports nach dem Kriege. Der Vorsitzende des PSB Lothar Jordan nahm diese Tatsachen zum Anlass, dem Kameraden Adolf Rydich die goldene Nadel des PSB zu verleihen.

Unser bewährter 1. Vorsitzender Kamerad Willi Blachwitz stellte am 24. Februar 1974 in der Jahreshauptversammlung sein Amt zur Verfügung. Als neuer Vorsitzender wurde ohne Gegenstimme der Kamerad Jochen Pfeiffer gewählt. Seine erste Amtshandlung war die Verleihung der goldenen Ehrennadel an den Kameraden Willi Blachwitz für seine 11jährige Vorstandsarbeit und die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.


Der Kamerad Helmut Röseler hatte die Idee unsere Messe mit einem Großen runden Tisch auszustatten, dieses Vorhaben setze er dann im Herbst 1977 in die Tat um.

1978: Die Feiern anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Segelabteilung konnten als gelungen bezeichnet werden, denn viele Gäste und Mitglieder nahmen an den Festlichkeiten teil. Von Vertretern des DSV, BSV, den Bezirken Unterhavel und Tegel und vielen befreundeten Vereinen wurden Ansprachen gehalten und Geschenke übergeben. Außerdem wurde unser neuer Flaggenmast eingeweiht.

Am Sonnabend, den 16.9.1978 herrschte auf dem Gelände den ganzen Tag über ein fröhliches Treiben und am Abend wurde bei flotter Musik bis in die Nacht getanzt.

Anfang September 1979 machten sich die Kameraden Hans Schulz und Adolf Rydich auf den Weg nach Dänemark, sie wollten das bestellte Motorboot abholen. Das Motorboot sollte für Vereinszwecke, also als Tonnenleger für Regatten und Begleitschiff für die Segelausbildung der Jugendlichen in Dienst gestellt werden. Am 17.9. wurde das Schiff unter Teilnahme zahlreicher Kameraden auf den Namen “Knorke“ getauft.

   
 
 


Ein besonderes Ereignis bestimmte den Anfang des neuen Jahres.

Unser damaliger 2. Vorsitzender der Segelabteilung und gleichzeitiger Sportwart Adolf Rydich wurde am 10.1.1981 70 Jahre alt. Es sei an dieser Stelle einmal vermerkt, dass der Kamerad Adolf Rydich ein Urgestein in der Berliner Segelgeschichte war.

   
 


1983: Im Frühjahr wurde unser Steg neu gebaut. Der ursprüngliche Gedanke, einen Schwimmsteg zu errichten, wurde aus Kostengründen fallen gelassen. Die Firma Mette war im Kostenangebot am günstigsten und bekam den Zuschlag, einen verzinkten Eisenroststeg zu bauen. Eine Gitterrostkonstruktion hat den Vorteil, bei Hochwasser nicht aufzuschwimmen. Die neue Steganlage war dann auch termingerecht zum Abslippen zu 90% fertiggestellt.

Auf der Hauptversammlung am 16. März 1984 wurde über die schon beschlossene Stegelektrifizierung gesprochen, um sie noch im selben Jahr durchführen zukönnen.


1987: Die Neuerrichtung der gesamten Steganlage (1983) ist noch gar nicht solange her, da musste schon wieder nachgedacht werden wie man größere Schiffe unterbringen konnte. Der Nordsteg wurde mit einem Knick versehen, so dass zwei Schiffe über 10 Meter Länge an der südlichen Längsseite des Steges untergebracht werden konnten.

1988: Bis zum Abslipptermin wurde der Nordsteg umgebaut, so dass die Kameraden mit Ihren etwas größeren Schiffen festmachen konnten.

Das Sommerfest am 27. August 1988 stand ganz im Zeichen des 60jährigen Stiftungsfestes unserer Segelabteilung.


1989: Nach einer hitzigen Diskussion der Mitglieder ist im Februar beschlossen worden, eine neue Theke in die Messe einzubauen, sie wurde dann im Laufe der nächsten Monate eingeweiht und zünftig in Betrieb genommen.

Was im Laufe des Jahres noch nicht zu erkennen war, trat dann im November 1989 ein, die Mauer wurde geöffnet und das eröffnete auch auf dem sportlichen Sektor ganz neue Perspektiven. Schon zu unserer Weihnachtsfeier bekamen wir Besuch von einer Delegation der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Post aus Ost-Berlin, sie brachten Grüße und ihren Vereinsstander mit.


Unser Vorstand war im Januar 1990 zu einem Gegenbesuch in Ost-Berlin. Nach Öffnung der Grenze werden sich zukünftig viele neue Möglichkeiten ergeben; vielleicht werden schon im Sommer einige Segelkameraden auf dem Müggelsee segeln.

1991: Jochen Pfeiffer, Vorsitzender der Segelabteilung Stößensee, hat zusammen mit dem Abteilungsvorsitzenden (Dahme) ein Konzept verfasst, in dem festgelegt wurde, dass zwei Abteilungen mit zwei Vorständen im Innenverhältnis bestehen bleiben und nach außen ein Verein mit einem Vereinsstander existiert.

Auf Beschluss des Vorstandes wurde zum 80sten Geburtstag von Adolf Rydich ein Wanderpreis gestiftet. In Zukunft wird bei den Halali Wettfahrten der Adolf - Rydich - Wanderpreis vergeben.


1992: Die Slippwinde hatte Anfang des Jahres ihren Dienst eingestellt, die Belastung war irgendwann einfach zu groß. Um die dringendsten Arbeiten an den Schiffen erledigen zu können, wurde unser Hafenmeister bei den Nachbarvereinen vorstellig, um die dortigen Slippanlagen mitzubenutzen.

Unser Segelkamerad Jochen Becker ließ seine Verbindungen spielen und er beschaffte für wenig Geld eine neue modernere Winde, die er dann auch selber mit den Segelkameraden montierte.

Unser langjähriger Vorsitzender Jochen Pfeiffer legte sein Amt am 12. März 1993 nach fast 20 Jahren nieder. Er führte die Abteilung mit leichter aber zielstrebiger Hand und alle Mitglieder bedauerten sein Ausscheiden sehr. Sein Nachfolger Hans Schulz hielt eine Laudatio auf Joachim Pfeiffer.


1994: Unser altes Trainermotorboot war durch die entsprechende Bean­spruchung unbrauchbar geworden und musste durch ein neues ersetzt werden. Das neue Boot konnten wir schon auf der letzten Bootsausstellung kaufen. Es hat drei feste Sitze eine brauchbare Ladefläche (für Regattatonnen) und einen 3 Zylinder Außenbordmotor mit 40 PS. Es wurde auf den Namen "Nante" getauft.

Die erste große Sanierung am Clubhaus hatten wir 1997, wir bekamen nun endlich ein neues Dach und sind seitdem asbestfrei und wohl behütet. Es war eine schwere und langwierige Zeit der Vorbereitung, mit der sich schon der vorhergehende Vorstand auseinandergesetzt hatte. Eine große Hürde lag im Abriss des alten Daches, da es noch aus asbestverseuchtem Material bestand. Um möglichst kein Risiko einzugehen, musste eine Spezialfirma angeheuert werden, die das Abbauen der Dachplatten und die Entsorgung übernommen hatte.


In bombiger Stimmung und unter riesiger Anteilnahme von Mitgliedern und Gästen feierte die Segelabteilung Stößensee am 6. September 2003 ihr 75jähriges Jubiläum.

Nach langen Verhandlungen mit dem Senat von Berlin haben wir zu Beginn des Jahres 2004 unser Vereinsgelände gekauft und sind nun stolze Eigentümer.


 
 
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