Solo-Around-Nonstop 2005 - Dee Caffari/Aviva

www.avivachallenge.com - Hochseerekorde
Zum ersten Mal ist eine Frau - die 32-jährige erfahrene Dee Caffari - Solo von Ost nach West, also gegen Wind und Wellen um die Welt gesegelt(26,000 Meilen) - natürlich nonstop.
Die frühere Schullehrerin segelte die 72ft-Yacht, auf der sie beim letzten Global Challenge race mitgesegelt ist. Die Yacht wurde für das Solosegeln modifiziert und für eine Reisedauer von 120-170 Tagen, davon 80 Tage im Südozean eingerichtet. Sie musste sich auf 40ft-Wellen, extreme Temperaturen und Schlafmangel einstellen.

Es war der Rekord von Jan Luc Van den Heede mit Adrien zu unterbieten, der am 09.03.2004 nach 122 Tagen, 14 h, 3 min und 49 sec die Ziellinie überquerte und damit den vorherigen Rekord von Philippe Monnet um 29 Tage, 5 h, 50 min und 47 sec unterboten hatte. Es war also eine harte Vorgabe diese Zeiten zu unterbieten.
Der Kurs führte von Les Sables d’Olonne zum Kap Hoorn, dann durch die Antarktis nach Australien und zum Kap der Guten Hoffnung - von dort zurück nach Frankreich.
Wichtige Fakten
Start am 22.11.2005 an der Ziellinie von Ushant - unter Konfettiregen und Kanonendonner. Vorher wurde Boot und Skipperin noch vom Bischof von Portsmouth gesegnet.

Nach 17 Tagen, 8 h und 36 min überquerte Dee den Äquator, den ersten psychologisch wichtigen Punkt der Reise - und feierte das mit einer dafür reservierten Flasche Sekt.
Zu Weihnachten stellten sich Probleme mit der Reserveeinheit des SAutopilotensystems heraus. Ohne Reserve wäre es unverantwortlich von Kap Hoorn aus in den Südpazifik zu starten.
Weihnachten war begleitet von neuem Elektronikalarm, Tränen, 8-40kn Wind und Erschöpfung.
Der Neujahrstag brachte 35 knots, Regen, Donner und Hohe See. Dee freute sich über die vielen Glückwünsche aus der Heimat, die sie aber nicht alle mit einem Schluck erwidern konnte.
Am 03.01. war das Autopilotproblem gelöst und bei 15.20kn aus N konnte Dee Kap Hoorn bei wenig Wind runden. Der Marine musste sie 6mal versuchen klarzumachen, dass sie allein an Bord war.
Am 12.01. musste sie das erste schwere Tief des Spüdpazifik überstehen: 50kn Wind, eine Schreckensnacht trotz funktionierendem Autopiloten.
Am 19.01.meldete Dee ihre Aktionen zum Austausch der Einspritzdüsen am Dieselmotor.
Am 20.01. überfuhr sie die 10,000 Meilen Marke und war am einsamsten Ort der Reise, d.h. am weitesten von Land entfernt.
29.01.2006: "Ich segelte heute durch das Zentrum eines Sturmtiefs. In der letzten Nacht waren wir in der Flaute, das Barometer fiel nicht mehr, der Wind kam von allen Seiten oder blieb auch aus. Doch noch vor Tagesanbruch waren wieder 30-40kn."
03.02. Bei 50kn Wind über mehr als 12 Stunden war Survival-Modus angesagr.
26.02. Dee musste einen Ausflug zur Mastspitze wegen Erschöpfung und Gefahr bei 12-^14kn Wind abbrechen. 02.03. Dee muss den zweiten Sturm in drei tagen mit Stärke 11 durchstehen, schon seit 57 Tagen kämpft sie mit rauen Soüdozeanbedingungen.
06.03. Nach den Stürmen rauben Eisfelder Dee den Schlaf. Sie erlebt in der Nacht vor dem Radarschirm ihr tiefstes Tief dieser Reise.
27.03. "Endlich ist der rauhe Südozean geschafft. Sonnenschein bei Sonnenaufgang, ein Frühstück und ein Lunch - und die Shorts sind auch wieder aufgetaucht, sodass die Beine endlich wieder Luft bekamen. Ich sprach mit meiner Mutter und wünschte ihr einen schönen Muttertag."
03.04. Dee hat nach 133 Tagen das Kap der Guten Hoffnung gerundet - nach 22,000 Meilen auf See, davon 14,000 Meilen gegenan.
13.04. Nach drei Tagen intensiver Kommunikation mit dem Shoreteam konnte Dee ihren Wassermacher wieder in Betrieb nehmnen. Die noch vorhandenen 150 Liter Frischwasser hätten fpür die Heimreise nicht ausgereicht.
26.04. Konstarstprogramm am Äquator: Die Äquatorrituale wurden durh die Doldrums eingeschränkt - nur 2,8kn Wind. Es sind noch 3,190 Meilen zum Ziel.
05.05. Dee hat jatzt alle Längengrade desPlaneten gekreuzt - ein wichtiger psychologischer Augenblick. Jetzt ist der Blick nur noch auf das Ziel in weniger als 2000 Meilen gerichtet.
18.05.2006: Dee Caffari/AVIVA (33) kreuzte um 17:55:42 (BST) die Ziellinie und hat über die extreme Isolation, riesige Eisberge, haushohe Wellen, wütende Stürme und Hurricans gesiegt und am Ende einen neuen Rekord geschaffwen: erste Frau Solo Around nonstop gegen Wind und Wellen von Ost nach West. Das bedeutet einen Platz in der Segelgeschichte. Sie benötigte für die 29,100 Meilen 178 Tage, 3 h, 6 min und 15 sec. "Als ich die Ziellinie beim Lizard Point kreuzte, war es der stolzeste Moment in meinem Leben."
HRH The Princess Royal Margret wird Dee Caffari gratulieren, wenn sie mit Aviva in der Oceanvillage Southampton anlegt.

Royal Princess Margret überreicht ihr den Preis


Dee hat es als Erste geschafft
Fotos: Dee Caffari


Das Schlimmste ist überstanden


Der Atlantik ist zivil gegen die Antarktis


Dee zurück im Atlantik


Positionskarte am Kap Hoorn


Wochenlang der einzige Ausblick


Dee schläft lieber am Kartentisch


Start in eine ungewisse Zukunft
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